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Foto: Pixelio.de / Mariocopa
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Peking 2008
Olympische Disziplin - Trampolinturnen
Wenn sich Anfang des vergangenen Jahrhunderts die Zirkusartisten von ihren Schaukeln über der Manege hinab ins Fangnetz fielen ließen, nutzten sie den abfedernden Schwung, um noch ein paar Extra-Salti zu drehen. Die Zuschauer waren derart von den zusätzlichen Darbietungen begeistert, dass die Nummern bald ganz eigenständig ausgearbeitet wurden. Die Künstler und Techniker grübelten über eine Möglichkeit, noch mehr Schwung zu kriegen und entwickelten die ersten Vorläufer der heutigen Trampoline.
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Heute ist der Sport längst nicht mehr nur im Zirkuszelt zu finden. Im Jahr 2000 wurde das Trampolin-Turnen in Sydney sogar olympische Disziplin. Damals traten Anna Dogonadze und Michael Serth für Deutschland an. Auch in diesem Jahr sollte die Trampolinturnerin die Bundesrepublik vertreten – und das trotz zweier Bandscheibenvorfälle. Nachdem sie kürzlich bei den Europameisterschaften im dänischen Odensee scheiterte, stellt Cheftrainer Michael Kuhn ihre Teilnahme allerdings in Frage. Ob sie mit dabei ist, entscheidet sich erst Ende Juni. Bis dahin, sagt sie, werde sie kämpfen. Sie mache täglich Kraftübungen und gehe jeden Nachmittag aufs Trampolin, sofern ihre kleine Tochter das zeitlich zulasse. Obwohl sie schon einen olympischen Titel nach Hause gebracht habe, sei sie unglaublich motiviert. Für den Fall, dass Anna Dogonadze es nach Peking schafft, wird sie in dem von chinesischen Designern entworfenen Beijing National Indoor Stadium turnen. In seinem Aussehen soll dieses die traditionelle Kultur Chinas verkörpern. Sein Dach symbolisiert einen geöffneten Fächer, der ein ruhiges und flüssiges Gefühl vermitteln soll. Die Wände des riesigen Gebäudes sind ausschließlich aus Glas gebaut, in ihnen sorgt eine ausgeklügelte Solartechnik dafür, dass 2.430.000 Kilowattstunden Strom in einem Jahr gespart werden können. Bis zu fünf Meter werden die Spitzensportler wie Anna Dogonadze dort in die Höhe fliegen. Zehn Sprünge haben die Turner jeweils bei den Wettkämpfen. Dabei landen sie auf ihren Füßen, auf dem Po, Bauch oder auch Rücken. Bewertet werden die Haltung und die Schwierigkeit ihrer Ausführungen. Randolf, Riesen-Baby oder Schraubencody lauten unter anderen die skurril anmutenden Namen der Drehungen, die sie in der Luft absolvieren. Was leicht aussieht, bedarf einer stählernen Muskulatur. Vor allem der Schulergürtel und der Rumpf müssen trainiert sein, denn die Energie, die frei gesetzt wird wenn das Trampolintuch zurück federt, muss sauber hinauf gelenkt werden. Der Absprung muss kräftig sein. Die Spannung des Körpers darf nicht nachlassen. Nur dann sieht es aus, als würden die Athleten in der Luft tanzen.
Weitere Infos unter: www.trampolincity.de
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