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Ernährung
Was heißt denn bitte ausgewogen?
22. Januar 2010 - - „Ernähren Sie sich ausgewogen!“ Diesen Satz hat wohl schon so mancher Patient, der mit Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten oder Herz-Kreislauf-Beschwerden in die Praxis kommt, von seinem Arzt gehört. Und auch der Abnehmwillige kennt den Aufruf aus Zeitschriften und Ratgebern. Doch wie sieht diese allgemeingültige Empfehlung überhaupt aus? |
In erster Linie geht es darum, pflanzliche und tierische Lebensmittel richtig zu kombinieren, um den Körper mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen. Wer zwei bis drei Portionen Gemüse am Tag isst, sichert sich bereits wichtige Vitamine, Mineral- sowie Ballaststoffe bei nur wenigen Kalorien. Wertvolles Öl aus Olive, Raps oder Walnuss und Eiweiß aus Fisch, Fleisch oder Milchprodukten komplettieren den Nährstoffmix.
Sättigungsbeilagen hingegen halten wenig, was sie versprechen. Diese stopfen den Magen für eine gewisse Zeit, sättigen aber nicht langanhaltend. Besonders Weißmehlprodukte enthalten überwiegend Stärke, welche dem Hochleistungssportler zwar viel Energie, dem Stubenhocker allerdings nur überflüssige Pfunde bringt. Wer trotzdem nicht auf Beilagen verzichten will, greift besser zur nährstoffreicheren Variante, wie Naturreis, Pellkartoffeln oder Vollkornbrot. Doch auch hier gilt das Motto: weniger ist manchmal mehr.
Bei Fertigprodukten ist noch weniger noch besser. Diese sind zwar faszinierende Zeugnisse dafür, was mit Chemie und Technik möglich ist. Für Figur, Gesundheit und Gourmetgaumen sind die Kunstgerichte auf Dauer allerdings völlig ungeeignet. Kleine Sünden, ob nun süß oder vom Schnellimbiss, sind dennoch erlaubt. Der Körper verzeiht diese eher, als die berüchtigten Heißhungerattacken bei ständigem Verzicht.
Eine ausgewogene Ernährung zeichnet sich also durch Kombinationen aus verschiedenen Produkten aus. Am besten wird dies durch eine Pyramide dargestellt. Das Fundament dieser Pyramide beinhaltet frisches Obst und Gemüse, was man viel essen sollte. Nach oben hin werden die Bausteine schmaler, mal sollte also weniger von Fleisch und fetthaltigen Lebensmitteln essen, wie von Obst und Gemüse. Getreideprodukte schneiden hier noch gut ab, worauf man aber verzichten sollte, bzw. den Genuss einschränken sollte, sind sehr zuckerhaltige Lebensmittel, wie Schokolade oder Limonaden.
Quelle: 4.am |