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Foto: Pixelio.de / gd
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Ernährung
Leben mit einer Weizenallergie
25. Juni 2009 – Getreideprodukte sind gesund. Theoretisch. Wenn man nicht gerade an einer Weizenallergie leidet. Ausgelöst wird diese sehr häufig vorkommende Nahrungsmittelunverträglichkeit durch verschiedene Eiweißfraktionen im Weizen, zum Beispiel Klebereiweiß, Albumin und Globulin. |
Viele Allergiker haben eine nachgewiesene Weizenallergie und zahlreiche Menschen reagieren allergisch, ohne dass sie den Auslöser Weizen kennen. Eine solche Allergie kann sich durch verschiedene Symptome äußern, meist sind die Haut, die Bronchien und der Darm in irgendeiner Weise betroffen. So können zum Beispiel Neurodermitis, verschiedene Bronchial- und Darmerkrankungen, Übelkeit, allgemeiner Juckreiz, Herzstörungen ohne Organbefund oder auch Bluthochdruck ohne Befund auftreten. Ebenso können unerklärliche Temperatursteigerungen oder Phasen auffälliger Müdigkeit Zeichen für eine Weizenallergie sein.
Kennt man solche Symptome, sollte man von einem Arzt prüfen lassen, ob es sich tatsächlich um einen allergenen Auslöser handelt. Erst dann kann mit einer geeigneten Therapiemethode begonnen werden. Die beste aller Therapien ist leider sehr schwer umzusetzen: der totale Verzicht auf Weizenprodukte. In fast allen Lebensmitteln befindet sich heutzutage dieses Getreide, entweder als Hauptbestandteil oder als Zusatzstoff. Weizenmehl wird in der Industrie gerne als billiger Verdicker eingesetzt und als solcher nicht als Weizen, sondern als „Getreidebindemittel“, „Getreideeiweiß“, „Zwiebackmehl“ oder „Pflanzeneiweiß“ deklariert. Die Bezeichnung „gehärtete Pflanzenfette“ weist ebenso auf einen Weizenanteil im Lebensmittel hin. Folglich müssen bei einer Allergie die Verpackungen genauestens studiert werden.
Oft befindet sich Weizen in Lebensmitteln, in denen man es nicht vermutet: als Pflanzenfett in Wurstwaren, im Kakaopulver, im Pflanzenöl oder in Süßigkeiten, als Getreideflocken im Joghurt oder auch in Fertigsuppen. Kuchen und Brot vom Bäcker sollten ebenfalls kritisch betrachtet werden. Gute Alternativen für Weizen sind reines Dinkel-, Hafer- oder Roggenmehl. Auf vorgefertigte Produkte sollte weitestgehend verzichtet werden, es sei denn, man kauft sie im Reformhaus oder in gut sortierten Märkten. Eine Mangelernährung ist durch den Verzicht auf Weizen nicht zu befürchten. Genug andere Lebensmittel wie Kartoffeln, Reis, Soja oder Yamswurzeln können sämtliche Nähr- und Ballaststoffe liefern. Nur die Nahrungsumstellung kostet einiges an Umdenken und Überwindung.
Mehr Infos:
www.food-info.net
www.daab.de |