25. Juni 2009 – Indiaca ist – man glaubt es angesichts des exotischen Namens kaum – eine vom Deutschen Turner-Bund (DTB) anerkannte Teamsportart. Seine Ursprünge hat Indiaca in Südamerika, wo es wahrscheinlich bereits von den Ureinwohnern unter dem Namen „Peteca“ gespielt wurde.
1936 entdeckte der deutsche Sportlehrer Karlhans Krohn bei einem Südamerikaaufenthalt Indiaca-Spieler am Strand und beschloss, das Spiel mit nach Deutschland zu nehmen. Von Krohn zunächst als Freizeitbeschäftigung gedacht, entwickelte sich Indiaca rasch zum beliebten Wettkampfsport. Bereits 1968 fanden in Deutschland die ersten Meisterschaften statt, 1990 wurde das erste einheitliche Regelwerk für den Sport aufgestellt. Seit 1991 hat der DTB das Alleinverwertungsrecht für Indiaca inne.
Den Namen bekam das Spiel von seinem Spielgerät, der Indiaca, einem etwa 25 Zentimeter großen Federball. An der Unterseite des Federballs befindet sich ein Schlagpolster, auf welches mit der bloßen Hand geschlagen wird. Schläger werden beim Indiaca nicht benutzt. Gespielt wird auf einer 16 mal 6,10 Meter großen Fläche über ein Netz, welches je nach Alter und Geschlecht der Mannschaften eine Höhe von zwei bis 2,35 Meter hat. Die Teams bestehen aus jeweils fünf Feld- und maximal fünf Auswechselspielern, sind aber auch mit vier Spielern spielberechtigt. Erlaubt sind auch gemischte Mannschaften, bei denen mindestens zwei Männer und zwei Frauen auf dem Feld sind.
Ähnlich wie beim Volleyball beginnt Indiaca mit einem Aufschlag aus der hinteren rechten Ecke einer Mannschaft. Jedes Team darf den Ball maximal drei Mal berühren, entweder mit der Hand oder mit dem Unterarm bis zum Ellbogen. Dann muss die Indiaca zurück ins gegnerische Feld gespielt werden und dort möglichst den Boden berühren, damit ein Punkt erzielt wird. Ein Spielzug dauert so lange, bis der Ball den Boden oder einen nicht erlaubten Körperteil eines Spielers berührt oder ins Aus geht. Wer den Spielzug gewinnt, bekommt einen Punkt und erhält das Recht zum Aufschlag. Den Satz gewonnen hat die Mannschaft, welche als erste 25 Punkte erspielt und mindestens zwei Punkte Abstand zum Gegner hat. Es werden entweder zwei oder drei Gewinnsätze oder zwei Halbzeiten gespielt.
Wie man sieht, ist das Regelement dem des Volleyballs sehr ähnlich. Wer mehr über Indiaca erfahren und wen die ausführlichen Spielregeln interessieren, der kann sie sich auf der Seite des Deutschen Turner-Bundes herunterladen. Indiaca-Vereine in eurer Nähe findet ihr ebenfalls über die Seite des DTB.
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