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Foto: Aboutpixel.de / psmola
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Fußball-EM 2008
Der Rasen
In zahlreichen Stadien ist es schon Gang und Gebe, bei der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz bleiben die Zuschauer und Spieler noch davon verschont: Schon seit Wochen werden die Kunstrasenflächen von hochwertigem Naturrasen überrollt. Mit einem Einheitsrasen können die Spitzen-Kicker allerdings nicht rechnen. Jedes Stadion ist selbst dafür zuständig das geeignetste Grün zu finden.
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„Bei diesem Thema mischen wir uns nicht ein, solange wir mit der Qualität zufrieden sind, dies wird von einer Expertengruppe von uns untersucht. Wir vertrauen aber den Leuten und Rasenexperten vor Ort", hatte der österreichische EM-Turnierdirektor Christian Schmölzer verkündet. Mit Rasen kennt sich auch Alexander Richter sehr gut aus. Seine Firma ist zuständig für das Grün in der Wiener EM-Finalarena, dem Ernst-Happel-Stadion. Dieses ist besonders robust und widerstandsfähig, um die Tritte der Fußballer auszuhalten. Etwa ein Drittel seiner Einnahmen bestreitet Alexander Richter durch die Ausstattung solcher Fußballstadien. Zu Recht kann er seinen Rasen ein Qualitätsprodukt nennen. Die Spieler von Juventus Turin konnten sich bereits davon überzeugen, der HSV spielt darauf und Rapid und auch für das Champions-League-Finale in Moskau lieferte seine Firma das Spielfeld. Während der Weltmeisterschaft in Deutschland vor zwei Jahren hatte es ständig Kritik über die Beschaffenheit des Rasens gegeben, der extra für das Mega-Event gezüchtet worden war. Andauernde Regenfälle hatten Feuchtigkeitsschichten entstehen lassen. Die Trittfestigkeit in den Stadien variierte stark. Auch in Salzburg hatte der Rasen im vergangenen Juli seine Feuerprobe nicht bestanden. Im Wals-Siezenheim-Stadion mussten die 30.900 Zuschauer beim Spiel Red Bull Salzburg gegen Arsenal mit ansehen, wie sich die Kicker auf dem viel zu holprigen und weichen Grün abmühten. Sogar gestunken haben, soll es, berichteten diverse Tageszeitungen und Magazine. Zwei der österreichischen Rasen wachsen nun in Deutschland und einer in Ungarn. Der für das Salzburger Stadion kommt aus dem in der Nähe von Ingolstadt gelegenen Waidhofen, der für die Klagenfurter Arena wurde mit 30 Lkw’s aus der Nähe von Heidelberg geliefert. Und Innsbruck lässt sich aus der Region des Budapester Donauschwemmlands beliefern. Anders als bei der Fußball-WM in Deutschland, als der Rasen nach dem Finalspiel an die Fans versteigert wurde, wollen zumindest die Österreicher ihren behalten. „Wir lassen ihn drinnen, wir müssen ja danach wieder Fußball spielen", hatte Michael Außerhofer, der Geschäftsführer der Innsbrucker Stadionerrichtungs- und Betreibergesellschaft erklärt.
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