Tatsächlich ist es egal. Die Frühstücksgäste werden neidisch zu dir hinüber blicken und sich zweimal überlegen, ob sie wirklich in das fette Croissant beißen. Und selbst wenn du mal von der Route abkommst, wirst du, schnell wie du bist, wieder zurückfinden. Fremdlaufen bedeutet Tapetenwechsel und bringt endlich mal ein wenig Abwechslung in die Routine. Es ist toll, durch eine menschenleere Stadt zu laufen, bevor die Läden öffnen und die Menschenmengen durch die Straßen drängen. Das ist Sightseeing pur.
Und man muss nicht fürchten, allein unterwegs zu sein, andere Läufer trifft man mit Sicherheit. Laufen gehen an fremden Orten, in unbekannten Städten und ungewohnten Umgebungen und Klimabedingungen schafft einen vollkommen neuen Bezug zu diesem Sport und schützt vor der gähnenden Langeweile des Alltags. Außerdem sind die Anforderungen an die Strecke ganz andere. Der Untergrund unterscheidet sich, eventuell sind ein paar kleine Berge und Hügel mit dabei, die Temperatur fordert dir mehr oder weniger ab.
Wenn du Urlaub am Meer machst, ist ein Strandlauf ideal, um in die Gänge zu kommen und das am Besten barfuss. Gewöhn deine Fuß- und Beinmuskulatur aber erst einmal an den lockeren Untergrund. Mehr als 15 bis 20 Minuten sollten es in den ersten Tagen auf keinen Fall sein. Sonst sind die Beschwerden schnell da und das Urlaubslauf-Feeling bald vorbei. Kombiniere die Trainingseinheit lieber mit ufernahen festen Straßen, die dir den Meerblick liefern und die Muskeln erst einmal schon.
In der Mittagszeit solltest dort lieber ganz auf deinen Spurt verzichten. Die Sonneneinstrahlung ist zu stark und die Ozon-Belastung zu hoch, um den Organismus zusätzlich zu strapazieren. In den Bergen wird es richtig spannend. Dein Kreislaufsystem ist beim Bergauflaufen besonders gefordert, der Bewegungsapparat dagegen wird ordentlich geschont. Anders beim Bergablaufen, da ist Konzentration angesagt, um Überlastungen und Verletzungen zu vermeiden. Und denk daran, dass es auf 1000 Meter Höhe auch im Hochsommer etwas kühler ist. Warme Laufklamotten müssen also mit!
Weitere Infos unter: www.leichtathletik.de
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