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Alternativ-Sportarten

Extremsport Bungee-Jumping

Von Kränen, Brücken und Schluchten stürzen sie sich kopfüber in die Tiefe. Die wenigen Sekunden freien Falls lassen das Adrenalin durch den Körper schießen. Dann spannt sich das Gummiseil, das an ihrem Körper befestigt ist und lässt sie blitzschnell immer wieder hinaufschnellen. Tausende begeben sich jährlich beim Bungee-Jumping auf die Suche nach dem ultimativen Kick.

Extremsport Bungee-Jumping
Foto: Sxc.hu / rocknroli


Ob als Mutprobe auf dem Jahrmarkt, in einen See oder Fluß hinein oder hoch über der Stadt aus einem Hubschrauber heraus, dieser Extremsport macht süchtig.

„Du springst wie in Trance, das ist wie ein Schock, dann kommt das Glücksgefühl, du spürst den Puls bis in die Fingerspitzen“, beschreibt eine 19-Jährige Schweizerin ihren ersten Sprung. Bis zu 120 Stundenkilometer kann der Springer bei seinem Fall in die Tiefe erreichen. Sechs Sekunden kann der Bungee-Sprung in Extremfällen andauern, so etwa von der Europabrücke in Tirol. Noch etwas gefährlicher ist das Base Jumping. Dort geht es mit einem Fallschirm in die Tiefe, allerdings nicht aus einem Flugzeug, sondern wie beim Bungee-Sprung von Brücken oder sogar hohen Gebäuden herab. So oder so, die Verletzungsgefahr ist nicht gerade gering. Obwohl es seit Einführung des Sports weltweit nur zehn Seilrisse gegeben hat, kommt es immer wieder zu Unfällen.




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Das Seil kollidiert mit dem Körper und verursacht Abschürfungen und Prellungen, die Wirbelsäule und Fußgelenke können strapaziert und überdehnt werden, der Blutdruck erhöht sich und kann zu Blutungen in den Augen und im Kopf führen. Manche Schäden sind irreversibel. Wer etwa an Bluthochdruck, psychischen Beschwerden, Epilepsie oder Grünem Star leidet, sollte deshalb auf den Kick aus der Höhe verzichten. Das ein oder andere Gläschen Alkohol vorab um die Nerven zu beruhigen, sollte man sich besser ebenso sparen. Denn das Springen benötigt Konzentration und Körperspannung, um sich gegebenenfalls vor dem Seil zu schützen.        Der erste moderne Bungee-Sprung fand am 1. April 1979 statt. Fasziniert von den berühmten Lianenspringern von Pentecôte hatten sich vier Mitglieder des Oxford University Dangerous Sports Club in Bristol von der 250 Fuß hohen Clifton Suspension Bridge gestürzt. Obwohl die waghalsigen Springer erst einmal festgenommen wurden, konnten sie ihr Ritual durch weitere Sprünge, unter anderem von der Golden Gate Bridge in San Franzisko, etablieren und bis heute haltbar machen. Der Neuseeländer A. J. Hackett entwickelte später das elastische Gummiseil und wurde 1987 mit seinem Sprung vom Pariser Eiffelturm berühmt.

Weitere Infos unter: www.bungeejumping.de, www.bungeesports.de


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